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PRESSEMITTEILUNG
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Das qualvolle Leben von Mastkaninchen: Gitterverschläge, Käfigbatterien und lebenslanges Leiden!
Dass Millionen von Hühnern ein trostloses Dasein in Käfigbatterien fristen, ist weitgehend bekannt. Auch der Gesetzgeber hat diese Haltungsform inzwischen als tierquälerisch bestätigt und daher die Abschaffung der Käfigbatterien gesetzlich verankert. Weitgehend unbekannt ist allerdings, dass auch Kaninchen, die zum Verzehr gemästet werden, unter ähnlich erbärmlichen Bedingungen dahinvegetieren. „Es ist erschreckend, dass die Haltung der Kaninchen so wenig Beachtung findet“, kritisiert der Vorsitzende des Tierschutzvereins Starnberg, Holger Kapra. „In fensterlosen Hallen stehen die Drahtverliese ein- oder mehretagig übereinander. Der Boden der Käfige besteht aus Drahtgitter oder perforiertem Plastik. Dass die Tiere Verletzungen an den Pfoten haben, kann man sich unschwer vorstellen.“ Bis zu sechs Tiere drängen sich in einem Käfig. „Die Tiere haben weder eine Rückzugsmöglichkeit noch können sie sich bewegen“, so Kapra. „Hoppeln, Springen oder Männchen machen – völlig ausgeschlossen. Auch Beschäftigungsmöglichkeiten fehlen in den strukturlosen Verliesen.“
Grausam ist auch die Haltung der Zuchthäsinnen: Die in Einzelkäfigen lebenden Tiere werden unmittelbar nach der Geburt erneut gedeckt, so dass sie alle 4 bis 6 Wochen Junge „produzieren“. „Was für eine Belastung dieser Missbrauch als „Wurfmaschine“ für die Tiere bedeutet, wird an der drastisch geringeren Lebensdauer der Zuchthäsinnen deutlich: Statt zehn Jahren leben sie nur rund 18 Monate“, erläutert Holger Kapra. Auch bei den Zuchthäsinnen zeigen sich durch die Haltung grausame Verhaltensprobleme; Im Extremfall fressen die Mütter ihre eigenen Jungen auf.
„Die Bundesregierung muss umgehend eine bundesweit einheitliche Regelung (analog der Legehennenverodnung) erlassen, die die Tierquälerei bei der Zucht und Haltung von Kaninchen beendet, indem sie u.a. explizit die Käfighaltung verbietet und tiergerechte Anforderungen festlegt. Wirtschaftliche Erwägungen dürfen nicht länger höher gestellt werden als der Schutz der Tiere“, fordert der 1. Vorsitzende des Starnberger Tierschutzvereins und appelliert an die Verbraucher: „Fragen Sie im Handel gezielt nach Produkten von artgerecht gehaltenen Kaninchen. Kaufen Sie nur Fleisch von Kaninchen, die artgerecht und mit Auslauf gehalten werden.“
Holger Kapra, 1. Vorsitzender |